zum Inhalt springen

Museum on the Couch

Das Museum stellt sich in Frage und legt sich aufs Sofa!

Der Workshop „Museum on the Couch – Reflexive und kreative Erkundungen im RJM“, geleitet von Dr. Bernard Müller, ist eine neue Kooperation des Instituts für Ethnologie der Universität zu Köln und dem RJM.

Ziel ist es, den Student*innen die Gelegenheit zu geben, das Museum mittels praktischer Übungen zu entdecken und mitzugestalten. Innerhalb des Museums entsteht dabei eine interaktive und interdisziplinäre Experimentierfläche, auf der die Student*innen Theorie und Praxis testen können und sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit den aktuellen Fragestellungen, mit denen ethnologisches Museen derzeit weltweit konfrontiert sind, auseinanderzusetzen.

Die Teilnehmer*innen des Seminars sind eingeladen, für die Besucher*innen eigene Lösungsvorschläge oder Statements mit Bezug zu ethnologischen und postkolonialen Themen in Form von museographischen Displays, Installationen, Performances oder Vermittlungskonzepten zu kreieren.

Am Ende jedes Semesters findet eine Präsentation der studentischen Arbeiten für die Besucher*innen statt. Die besten Arbeiten verbleiben für zwei Monate in der Dauerausstellung.

Praktische Übung zu Einblicke in spezifische Berufsfelder:

Do 15-18:oo im RJM alle zwei Wochen | ab 16. April 2020
Museum on the Couch #2 - Reflexive und kreative Erkundungen in den ethnographischen Sammlungen
Bernard Müller in Kooperation mit Nanette Snoep (Direktorin des RJM)

Dieses Modul ist als Workshop entworfen. Es gibt Studierenden die Gelegenheit mittels praktischer Übungen auf experimentelle Weise das Museum zu entdecken und mitzugestalten. In den Räumen des RJM sind die TeilnehmerInnen des Kurses eingeladen, ihr eigenes museographisches Display zu kreieren: Installationen, Touren (innerhalb und außerhalb der Mauern) oder jegliche Art der Performanz. Die Herangehensweise erfolgt interdisziplinär und gemeinschaftlich.
Präsentiert werden die studentischen Arbeiten dem Publikum am Ende des Semesters. Die besten Arbeiten verbleiben ca. 1 Monat in der Dauerausstellung.

Teilnehmer:
Der Kurs richtet sich an BA und MA Studierende der Ethnologie, der Theaterwissenschaften, der plastischen, graphischen und medialen Künste und jeder anderen Fachrichtung. Studierende sollten Spaß an kreativer und selbständiger Projektarbeit haben.

Assessment:
Entwurf und Durchführung eines Projekts, das eine Problematik des Ethnographischen Museums reflektiert (Installation, Performance oder freie Intervention) in der Dauerausstellung oder anderen Raum des RJM, allein oder in einer kleinen Gruppe und "Making of" / schriftlicher Bericht.

Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei unserem Projekt um eine Erweiterung eines bereits existierenden Ausstellungsbereiches des ethnologischen Museums. Wir haben eine Augmented Reality (AR) App entwickelt, die eine neue Sichtweise auf die vor Ihnen liegende Karte bietet und diese in einen neuen Kontext setzt. Dadurch bekommen die Städte auf der Route einen ganz neuen Zusammenhang. Ethnologie erforscht und vergleicht Kulturen. Wir nehmen heutige kulturelle Phänomene und tauchen damit in einen anderen kulturellen Hintergrund ein. Probieren Sie es selbst aus!

Von : Merve Buacan, Lena Sobieray, Frederike Niehues, Beatrice Inschakov

MA Medienwissenschaft Medieninformatik

Diese Frage drängte sich uns auf bei dem Besuch des Rautenstrauch-Joest-Museums auf. Geht man durch die Räume des Museums, wird der Eindruck erweckt, alle Objekte stammen aus einer fernen und Undefinierten Zeit. Aufgrund dieser fehlenden und unzureichenden Historisierung werden irritierende und stereotype Bilder vermitteln. Es wird nicht deutlich, dass jede«; Objekt seinem ursprünglichen Lokal- und Sinnzusammenhang entrissen wurde und somit einen Teil seiner Geschichte verloren hat. Darauf wollen wir aufmerksam machen. Wie in einem Spinnennetz gefangen, sind die Objekte in der Zeitlichkeit des westlichen Museumsrahmens verloren. Was sie eint, ist ihr gemeinsamer Zustand in der zeitlichen Schwebe, der Un-Zeit, in die sie gesteckt werden. Durch das fortwährende Trennen dieser Netze wollen wir auf die Bedeutungsuniversen eines jeden Objektes verweisen und sie somit aus der Un-Zeit befreien.


Von : Marie Baur, Vincent Schiebel, Alina Bomkessel, Sarah Schütz und Sophia Manzke

Ethnologie-Studentinnen an der Universität zu Köln

Ein gesetzeskonformer Diebstahl? Wenn es nach den Meinungen einiger Staatsregierungen geht, wurden alle Museumsobjekte „rechtmäßig" erworben. Das Projekt „The Lawful Theft" thematisiert Raub- und Beutekunst aus der Kolonialzeit. Die ausgeraubte Vitrine steht stellvertretend für die weltweiten Restitutionsforderungen. Das zerbrochene Glas soll den Gewaltkontext symbolisieren. Die Betrachtenden sind eingeladen, die Hintergründe der oft gewaltsamen Beschaffungsprozesse diverser Objekte zu untersuchen und zu hinterfragen.


- „Herrlich, alles passt ineinander. Wir kennen den Schuldigen, die Umstände und das Motiv des Verbrechens. Diese Affäre wird bald aufgeklärt sein. Wir sind uns doch in allen Punkten einig, Monsieur Lenormand?"
- „In keinem."
Maurice Leblanc, 813 - Das Doppelleben des Arsene Lupin

Von : Vasiliki Stavrati, Ayse Daniela Yildirim, Wiebke Rimkus, Gero Brixius

Ethnologie-Studentinnen an der Universität zu Köln