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Prof. Dr. Michaela Pelican

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Principal Investigator am Global South Studies Center Cologne (GSSC); vormalig Direktorin des University of Cologne Forum 'Ethnicity as a Political Resource: Perspectives from Africa, Latin America, Asia and Europe'

100
Hauptgebäude, Albertus-Magnus Platz 1
,
Raum 6.003

Aktuelle Lehrveranstaltungen

60 min in Ethnography, Theory, Anthropology 
TermineKLIPS2 Termine 
Dauer2 Semesterwochenstunden
LehrveranstaltungsartSeminar
UnterrichtsspracheDeutsch
Raum106 Seminarraum S26 (50 Sitzpl.) (106/02/2.02) 
BA BM2 Ethnologische Methoden - eine Einführung 
TermineKLIPS2 Termine 
Dauer2 Semesterwochenstunden
LehrveranstaltungsartUebung
UnterrichtsspracheDeutsch
Raum100 Hörsaal XII (137 Sitzpl.) (100/01/HS XII) 
BA AM3,4 | Contemporary Migration in Africa (sowie CEA SM2 und MA EM4ab) 
TermineKLIPS2 Termine 
Dauer2 Semesterwochenstunden
LehrveranstaltungsartSeminar
UnterrichtsspracheDeutsch
Raum106 Seminarraum S23 (44 Sitzpl.) (106/02/2.05) 
Kolloquium | Prof. Pelican (MA-AM2 | Promotion) 
TermineKLIPS2 Termine 
Dauer2 Semesterwochenstunden
LehrveranstaltungsartKolloquium
UnterrichtsspracheDeutsch
Raum106 Seminarraum S14 (50 Sitzpl.) (106/01/1.03) 
Master interdisziplinär - Race and Racialization (MA-SM3,AM3,EM4) 
TermineKLIPS2 Termine 
Dauer2 Semesterwochenstunden
LehrveranstaltungsartSeminar
UnterrichtsspracheEnglisch
Raum106 Seminarraum S25 (47 Sitzpl.) (106/02/2.01) 

Kurzbiografie

Ich bin Schweizerin und habe in Bayreuth Ethnologie, Philosophie und Religionswissenschaften studiert und an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Ethnologie promoviert. Vor meiner Berufung an die Universität zu Köln war ich als Gastprofessorin an der Graduate School of Asian and African Area Studies (ASAFAS) der Universität Kyoto (2011) und als wissenschaftliche Assistentin am Ethnologischen Seminar der Universität Zürich tätig (2006-2012). Davor arbeitete ich am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle/Saale in der Abteilung ‚Integration und Konflikt‘ (2000-2006) und verbrachte ein Jahr als Marie Curie Fellow an der Universität Kent in Grossbritannien (2003).

Meine Forschungsschwerpunkte sind transnationale Migration, Süd-Süd Mobilität, Ethnizität, Indigenität, pastorale Ökonomie, visuelle Anthropologie und Medienethnologie. Regional verorte ich mich im sub-saharischen Afrika, insbesondere Kamerun, wobei ich mein Forschungsfeld in den letzten Jahren in die Golfstaaten und nach China ausgeweitet habe.

In der Lehre vertrete ich die Themenfelder: Methoden der Ethnologie, Migration, Ethnizität, Hexerei, Freundschaft, Ethnologie Afrikas. Ich betreue Abschlussarbeiten auf Bachelor-, Master- und Doktoratsniveau, die sich mit meinen Lehr-und Forschungsinteressen überschneiden.

Thematische Interessen und regionale Schwerpunkte

Transnationale Migration, Süd-Süd Mobilität, Ethnizität, Indigenität, pastorale Ökonomie, visuelle Anthropologie und Medienethnologie.

Subsaharisches Afrika: Kamerun, Gabun, Südafrika; Vereinigte Arabische Emirate; China.

Institutsschwerpunkte: Methoden, Globalisierung.

Forschungsprojekte

In meinen bisherigen Forschungsprojekten beschäftigte ich mich mit den Themenfeldern Migration, Ethnizität und pastorale Ökonomie. Hinzu kommen diverse Film-und Medienprojekte, sowie internationale Kollaborationen. Im Folgenden sind ausgewählte Projekte aufgelistet. Für eine detaillierte Darstellung besuchen Sie bitte meine persönliche Webseite.

Die Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheiten: Globale Kontexte und Konzepte der Arbeitsausbeutung (ab 2020)

Durch die Volkswagenstiftung gefördertes Projekt. Projektpartnerinnen: Michaela Pelican (Universität zu Köln, Projektleiterin), Tu Huynh (Jinan University, Guangzhou), Meron Eresso (Addis Ababa University), Ulrike Lindner (Universität zu Köln)

The starting point for this project is a very specific conundrum: Why have attempts at increasing equality often contributed to generating more durable inequalities? To shed some light on this question, this research focuses on concepts and actors and their roles in producing and reproducing social inequalities in the context of colonial and postcolonial labour systems and regimes of mobility in the "Global South". In this study, inequalities are understood as relational and historically embedded and as comprising several dimensions, including social, economic, and epistemic inequality. More specifically, the project team focuses on selected concepts that are locally grounded and describe forms of social inequalities linked to different types of labour exploitation, namely "native labour", "new slavery", "human trafficking", and "cheap/abundant labour". The team members investigate - both from a historical and contemporary perspective - how these concepts circulated on a global scale, and were negotiated, translated, and adapted by institutional and individual actors with the aim of challenging social inequalities, while eventually contributing to the production of those same, or new, inequalities. The project intends to reconcile debates on conceptual history, labour history, and inequality and combines perspectives from both South and North. Ultimately, it aims to interpret global labour regimes and to draw lessons from experiences for societies in both the “Global South” as well as the “Global North”.

Einwanderungsrecht und -politik Chinas aus der Sicht des Gesetzgebers, der Verwaltung und der Einwanderer (2014-2019)

DFG-gefördertes Forschungsprojekt, in Zusammenarbeit mit Prof. Björn Ahl (China-Studien, Universität zu Köln).

Das Projekt untersucht Veränderungen in der Migrationspolitik Chinas seit 2012 und deren Auswirkungen auf afrikanische Geschäftsleute und Studierende im Süden Chinas. An das Projekt angeschlossen waren/sind die Promotionsforschungen von Zhou Yang 'Intercultural Marriage, Legal Status and Social Belonging in China: Chinese-African Couples and Families in Guangzhou' (abgeschlossen 2017); Séverin Kaji 'Student Migration from Cameroon to China: Government Rhetoric and Student Experiences'; Lai Pik Chan 'Foreign English Teachers in China – Opportunities and Challenges'.

Global African Entrepreneurs (2007-2014)

Postdoc-Projekt mit Feldforschung in Kamerun, Gabun, Südafrika und den Vereinigten Arabischen Emiraten; durchgeführt mit Unterstützung der Universität Zürich und des Global South Studies Center Cologne (GSSC).

Das Forschungsprojekt befasste sich mit Süd-Süd Migration innerhalb Afrikas sowie von Kamerun in die Golfstaaten. Im Zentrum standen die unternehmerischen Erfahrungen und Strategien von Migrant*innen, Kommunikation und den Austauschbeziehungen mit Familie und Freund*innen im Herkunftsland, sowie der Einfluss der Migrant*innen auf lokale Vorstellungen zu Identität, Moderne und Bürgerrechte in Kamerun.

Interethnische Beziehungen und Identitätspolitik in Kamerun (2000-2006)

Dissertationsprojekt mit Feldforschung in Kamerun; durchgeführt mit Unterstützung des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung, Halle/Saale.

In meiner Dissertationsforschung beschäftigte ich mich mit der Frage nach Strukturen und Mechanismen, die ein Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen in einem kulturell und ethnisch heterogenen Umfeld positiv oder negativ beeinflussen. Dieser Fragestellung ging ich während vierzehn Monaten Feldforschung (2000-2002) in der Kleinstadt Misaje im anglophonen Nordwesten Kameruns nach.

Wandel der sozioökonomischen Situation seminomadischer Fulbe-Frauen in Kamerun (1996-1999)

Magisterprojekt mit Feldforschung in Kamerun.

Meine Magisterforschung untersuchte die pastorale Wirtschaftsweise der Mbororo-Fulbe in Nordwestkamerun. Im Zentrum der Untersuchung standen die geschlechtliche Arbeitsteilung, sowie soziale Veränderungen als Folge der Sesshaftwerdung im Laufe des 20. Jahrhunderts. Besonderes Augenmerk wurde der wirtschaftlichen und sozialen Stellung der Mbororo-Frauen geschenkt.

 

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Anwendung medienbezogener Methoden im ethnologischen Forschungsprozess. Als Beispiele benenne ich die Analyse von Rollenspielen zu Bauern-Hirten Konflikten und Milchvermarktung im Rahmen meiner Dissertationsforschung, sowie den Einsatz von Video-Briefen in meinen Untersuchungen zu transnationalen Beziehungen zwischen Migrant*innen und deren Verwandten im Herkunftsland.

Publikationen (Auswahl)

Monographien

Pelican, Michaela. 2015. Masks and Staffs. Identity Politics in the Cameroon Grassfields. Oxford, New York: Berghahn. 

Herausgeberschaften

Pelican, Michaela and Sofie Steinberger (eds.). 2017. Melilla. Perspectives on a Border Town. Kölner Arbeitspapiere zur Ethnologie 6. Institut für Ethnologie, Universität zu Köln. 

University of Cologne Forum ‘Ethnicity as a Political Resource’ (ed.). 2015. Ethnicity as a Political Resource – Conceptualizations across Disciplines, Regions, and Periods. Bielefeld: Transcript.

Maruyama, Junko and Michaela Pelican (eds.). 2015. Indigenous Identities and Ethnic Coexistence in Africa. Special issue of African Study Monographs 36(1). 

Damir-Geilsdorf, Sabine, Mira Menzfeld und Michaela Pelican (eds.). 2014. Islam und Sport: Einblicke in das interdisziplinäre Forschungs- und Lehrprojekt "Ethnographie vor der Haustür" der Universität zu Köln. Kölner Arbeitspapiere zur Ethnologie 5. Institut für Ethnologie, Universität zu Köln.

Pelican, Michaela and Mahir Saul (eds.). 2014. Global African Entrepreneurs. Special issue of Urban Anthropology and Studies of Cultural Systems and World Economic Development, UAS 43(1-3).

Heiss, Jan Patrick and Michaela Pelican (eds.). 2014. "Making a future" in contemporary Africa. Special issue of Journal des Africanistes 84(1).

Pelican, Michaela (ed.). 2014. BAOHAN Street: An African Community in Guangzhou. Documentary photographs by Li Dong. Kölner Arbeitspapiere zur Ethnologie 4. Institut für Ethnologie, Universität zu Köln.

Zeitschriftenartikel (peer-reviewed, Auswahl)

Damir-Geilsdorf, Sabine and Michaela Pelican. 2019. Between regular and irregular employment: subverting the kafalasystem in the GCC countries, Migration and Development 8(2): 155-175.

Ngeh, Jonathan und Michaela Pelican. 2018. Intersectionality and the Labour Market in the United Arab Emirates: the Experiences of African Migrants. Zeitschrift für Ethnologie 143(2): 171-194.

Pelican, Michaela and Li Dong. 2017. PHOTO ESSAY: Baohan Street: An African Community in Guangzhou. In: Hodgson, D.L. & J. Byfield (eds.) Global Africa. University of California Press, Oakland.

Pelican, Michaela. 2013. Insights from Cameroon: Five years after the Declaration on the Rights of Indigenous Peoples. Anthropology Today 29(3): 13-16.

Pelican, Michaela. 2013. International Migration: Virtue or Vice? Perspectives from Cameroon. Journal of Ethnic and Migration Studies 39(2): 237-258.

Pelican, Michaela. 2009. Complexities of indigeneity and autochthony: an African example. American Ethnologist 36(1): 149-162.