Feldforschungspraxis in der Welt: Namibia 2015/2016

Im Frühjahr 2016 soll ein Feldforschungspraktikum des Instituts für Ethnologie in Namibia durchgeführt werden. Nachdem während der zwei Feldpraktika in Namibia (1993, 2001) an über das gesamte Land verteilten Orten gearbeitet wurde, soll das Praktikum 2016 sich vor allem auf den nordwestlichen Teil des Landes beziehen. Während der vorherigen Praktika waren weite Entfernungen zwischen den Praktikumsorten für eine intensive Betreuung aber auch für Gruppenarbeiten hinderlich. Der Nordwesten Namibias wird von etwa 70.000 Menschen bewohnt, die sich oft von Viehhaltung (oft nomadischer Viehhaltung) aber immer häufiger auch von anderen Aktivitäten ernähren. Migrationsarbeit spielt eine Rolle und städtische Bevölkerungen sind ein zwar neues aber rasch wachsendes Phänomen. Während die Region also festgelegt ist, sollen die Einzel- bzw.- Gruppenthemen variieren. Das Institut unterhält momentan ein größeres Projekt im Nordwesten Namibias, das zu den Problemen der kommunalen Wasserversorgung in der trockenen Region arbeitet. Andere mögliche Themen sind Indigenitätsdiskurse, Community Museen, kommunales Wildmanagement (die Region ist sehr wildreich), Mensch-Tier Konflikte (Elefanten – sie sollen nicht vermittelnd tätig werden!), nomadische Viehhaltung und lokales Wissen, informeller Sektor im (kleinen) urbanen Bereich. Viele andere sind denkbar und werden sich in der Vorbereitung ergeben.

Das Praktikum soll (etwa) zwischen 1.3./15.3 und 15.4. und 30.4 2016 stattfinden (es könnte also etwas in das SoSe 2016 hineinragen). Die Vorbereitung beginnt mit einem regionalen Einführungskurs im SoSe 2015. Dem folgt im WiSe 2015/16 ein weiterer Einführungskurs, in dem dann Methoden vermittelt und die thematische Präzisierung der Einzelprojekte erfolgen soll. Die Nachbereitung findet im SoSe 2016 statt. An dem Feldforschungspraktikum können fortgeschrittene Studierende des BA Studiengangs Ethnologie und Studierende des MA Studiengangs Ethnologie teilnehmen. Das Praktikum wird auch für Studierende des CEA Studiengangs geöffnet sein. Die Betreuung erfolgt durch Prof. Michael Bollig.